on 17. Februar 2011 in Geburtsmethoden,

Was ist eine Wassergeburt

Wassergeburt

Wird ein Kind erwartet, so sollte bereits während der Schwangerschaft eine Entscheidung getroffen werden, welche Geburtsmethode bevorzugt wird. Immer mehr Frauen entscheiden sich heute wieder für die Geburt im Wasser. Diese wird auch in Deutschland in vielen Geburtskliniken und Geburtshäusern angeboten.

Geburt im Wasser hat lange Tradition

Die Wassergeburt ist keine neue Erfindung, sondern hat eine lange Tradition und reicht bis auf die Naturvölker zurück. Da Wasser als heilend und entspannend gilt wurde das Wasser auch bei Geburten genutzt. Diese Geburtsform hat sich entsprechend bewährt. In vielen Ländern, zum Beispiel Großbritannien, Russland, Schweiz, gibt es in fast jedem Kreissaal ein spezielles Geburtsbecken. Auf Grund der steigenden Nachfrage steigt die Zahl der Kliniken auch in Deutschland, die ein Geburtsbecken bereit halten und die Wassergeburt anbieten.

Vorteile für Mutter und Kind

Es spricht viel für eine Wassergeburt, denn die entspannende Wirkung des Wassers spricht für sich und erleichtert der werdenden Mutter die Geburt. Auch für das Kind selbst ist diese Geburtsart stressfrei, da es aus dem Fruchtwasser ins Warme Wasser gleitet und so behutsam auf den ersten Atemzug vorbereitet wird. Gut vier Prozent der werdenden Mütter entscheiden sich heute schon bewusst für eine Wassergeburt, Tendenz steigend. Die Gebärwanne wird sowohl während der Eröffnungsphase, als auch während der Austreibungsphase genutzt und bietet entsprechenden Bewegungsfreiraum, sodass die werdende Mutter bequem unterschiedliche Positionen einnehmen kann. Eine Wassertemperatur von 36 bis 38 Grade Celsius ist gängig. Ein weiterer Vorteil für werdende Mütter, bei der Wassergeburt ist viel seltener ein Dammschnitt von Nöten als bei anderen Geburtsarten.

Voraussetzungen und Risiken

Empfehlenswert ist eine Geburt im Wasser bei einer komplikationslosen Schwangerschaft. Es gibt einige Konstellationen bei denen eine Wassergeburt nicht möglich ist, so bei Mehrlingsgeburten, Beckenendlage, Frühgeburt, Mangelversorgung des Kindes oder wenn die Mutter erkrankt ist. Entsprechend sollte eine Entscheidung für eine Wassergeburt zusammen mit Frauenarzt und Hebamme erfolgen.

Fotonachweis::© panthermedia.net Mario Pena